Ich stamme aus einem schwäbischen Haushalt und als Kind war ich immer gerne in der Küche, um meiner Mutter und Grossmutter über die Schulter zu schauen – ganz besonders hatten mir es alle Varianten von Kuchen und Gebäck angetan.  Als ich Jahre später dann in die ‘grosse weite Welt’ ging um zu studieren, bekam ich neben guten Tips für’s Leben auch eine Pfitzaufform. …


Ein braunes, hässliches, schweres Ungetüm mit einem Geruch von ranziger Butter. Irgendwie ist die Form dann in einer tiefen Schublade verschwunden und wurde nie mehr gesehen.
Bis ich Jahre später, mittlerweile verheiratet und Vater von zwei Kindern, die Form durch Zufall wieder in die Hände bekam. Der Umstand dass auch am Sonntag die Kinder früh wach sind und bei uns kein Bäcker am Sonntag morgen geöffnet hat, haben wir zusammen an einem schönen sonnigen Sonntagmorgen den herrlichsten Pfitzauf gebacken und mit Schlagsahne und selbstgemachter Quittenmarmelade ratzeputz verzehrt.

Mittlerweile haben wir auch unseren Pfitz – Wandobjekt und Backform – entwickelt und zwar als schönen Wandschmuck für die Moderne Küche. Die Form hängt praktisch als Schmuckstück in der Küche und und ist schnell zur Hand.

Der leckere Duft der durchs ganze Haus geht, die einfache Zubereitung, der spannende Moment wenn der Teig über den Rand ‘pfitzt‘ und die vielen Variationsmöglichkeiten sind bis heute fester Bestandteil unseres ‘Sonntagmorgen Rituals’.

Und die Kinder sitzen auch mal gerne vor dem Backofen und warten bis es ‘pfitzt’.

Christof